4.Mai.2003 Missfits treten mit Respekt ab WAZ Oberhausen. Nach Beendigung einer "Letzten Runde" ist für die Missfits Schluss mit lustig. 2005 werden die Urmütter des Frauenkabaretts getrennte Wege gehen. Die WAZ befragte das Duo zu den Hintergründen. Die Missfits auf der Bühne oder im Interview bei Tee und Kuchen - Frau Jahnke und Frau Überall sind ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team. Eigentlich untrennbar. Steffi: "Dennoch sind wir grundverschiedene Charaktere. Da bleiben Konflikte nicht aus." Die Missfits gehen nicht im Streit; sie treten ab, bevor es Krach gibt. "Uns war wichtig, dass wir den Respekt voreinander bewahren," fügt Gerburg an. "Da ist eine Trennung besser als sich mit Plörren zu bewerfen." 20 Jahre hat die Partnerschaft getragen. Schon im letzten Jahr habe man sich auf eine Auflösung verständigt. Steffi: "Da hat sich das Gefühl einer großen Erleichterung eingestellt." Bei den Missfits wohlgemerkt. Die Fans des Damen-Duos sind seit Bekanntgabe der Trennung im Schockzustand, die Einträge im Gästebuch der Missfits-Homepage schwanken zwischen Unglaube und Trauer. Lassen solche Reaktionen kalt? Steffi: "Nein, deshalb machen wir noch eine Tour, um uns überall ordentlich zu verabschieden." Die "Letzte Runde" (Start am 21.11. in Oberhausen) ist als Best Of-Programm konzipiert. Neue Nummern zu ersinnen fällt den Missfits zunehmend schwer. Gerburg: "Wir wollen nicht ewig im eigenen Brei rühren." Steffi ergänzt frei nach Dieter Nuhr: "Wenn man nichts mehr zu sagen hat - einfach mal die Klappe halten." Wie lange das Schweigen anhalten wird, kann keiner sagen. Pläne für die Zeit danach haben beide nicht. Ist da ein Rücktritt vom Rücktritt möglich? Gerburg: "Vielleicht kommen wir in 20 Jahren als Rentnergestalten Matta und Lisbeth zurück." Steffi schweigt und nimmt einen Schluck Tee. Abwarten. 04.05.2003 Von Carsten Dilly |